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Nachbarschaftsgraph topologischer Beziehungen

 

Eine andere Möglichkeit der Darstellung des soeben eingeführten Repräsentationsmodells für topologische Beziehungen liegt in dessen Aufarbeitung als konzeptioneller Nachbarschaftsgraphgif.

Anhand dieser Darstellung (vgl. Abb. 5.3) können nicht nur die im GEOTOOLKIT modellierten topologischen Beziehungen abgelesen werden (die möglichen Dimensionsunterschiede bei touch, covers und covered werden hierbei vernachlässigt), sondern es findet auch eine Bewertung der einzelnen Beziehungen im Rahmen des ganzen Modells statt. Die Konstukte touch und disjoint sind demnach beispielsweise näher verwandt als eine touch- zu einer in-Beziehung. In Schritten sukzessiver Veränderungen von gegebenen räumlichen Lagen ist also in weiter von disjoint entfernt, als touch. Diese Beobachtung motiviert das Konzept des Abstandes von topologischen Beziehungen, welches im nächsten Abschnitt angesprochen wird.

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Abb.  tex2html_wrap5979 : Nachbarschaftsgraph topologischer 3D-Beziehungen im GEOTOOLKIT



Der Nachbarschaftsgraph des GEOTOOLKIT markiert also benachbarte topologische Beziehungen durch die Verbindung mit einer Kantegif. Die auf diese Art benachbarten Relationen zwischen zwei Objekten im 3-dimensionalen Raum, gehen nun durch eine minimale signifikante räumliche Veränderung der beteiligten Objekte ineinander über. Solche affinen Transformationen (vgl. 2.3.2) können z.B. Größenveränderungen oder Verschiebungen sein, wichtig ist hierbei nur, daß diese Veränderung für den betrachteten Übergang im Nachbarschaftgraph minimal ist. So kann es z.B. nicht vorkommen, daß eine disjoint-Lage direkt in ein overlap übergeht, da sich die beiden Objekte vorher berühren müssen (touch).

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Die kleinste, im Rahmen topologischer Beziehungen signifikante Veränderung von 3D-Objekten führt also dazu, daß eine benachbarte topologische Beziehung angenommen wird. Auf diese Weise können notwendige Zwischenschritte in der Ausprägung der topologischen Beziehung bei sukzessiven räumlichen Veränderungen von zwei 3D-Objekten ausgemacht und deren minimale Anzahl anhand des Nachbarschaftsgraphen abgelesen werden.

Der direkten Schlußfolgerung dieser Überlegungen wird im folgenden Abschnitt mit der Einführung des Abstands-Konzeptes topologischer 3D-Beziehungen Rechnung getragen.



Stefan Hecht
Thu Aug 26 14:06:24 MET DST 1999