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Notwendigkeit eines Toolkits

 

Die erste GEOSTORE-Implementierunggif erfolgte auf der Basis des relationalen Datenbankmanagementsystems (DBMS) ORACLE, bevor man sich aufgrund der komplexen Datenstrukturen und Ableitungshierarchien dazu entschloß, eine vollständige Neuversion mit dem objektorientierten DBMS OBJECTSTORE in Angriff zu nehmen.

Das so aus der engen Zusammenarbeit mit dem Teilprojekt C4 entstandene GIS ist speziell für die Benutzergruppe der Geologie ausgelegt und erfüllt alle Anforderungen, die von dieser Seite her aufkamen. Mit der Zeit wurden aber auch andere Geowissenschaftler wie Geographen und Geophysiker auf GEOSTORE aufmerksam und bekundeten ihr Interesse an eigenen GEOSTORE-ähnlichen Informationssystemen, die auf ihre Belange hin ausgerichtet sein sollten.

Eine Analyse der verschiedenen Bereiche der Geowissenschaften brachte jedoch die Erkenntnis, daß es bei den verwendeten Datenquellen oft zu großen Überschneidungen kommt. Diese werden zwar meist von unterschiedlichen Seiten betrachtet, fußen aber nicht selten auf ähnlichen Modellen. Desweiteren wird von allen Geowissenschaftlern ein großer Anteil Funktionalität in Bezug auf die Verwaltung räumlicher Daten und die Verfügbarkeit geometrischer Operationen gleichermaßen vorausgesetzt.

Aus diesem Grund lag eine Wiederverwendung einiger bereits bestehender Komponenten für die Entwicklung neuer GIS-Anwendungen ebenso auf der Hand, wie eine generelle Umstrukturierung, welche das Ziel verfolgt, dem Entwickler nunmehr einen GIS-Kern - ein sogenanntes ``Geo``-Toolkit - anzubieten, anstatt die Implementierung von (n-1) GEOSTORE-ähnlichen Geo-Informationssystemen vorzunehmen.

So wurde das GEOTOOLKIT als objektorientierter Datenbankkern für 3D/4D Geo-Anwendungen in Angriff genommen. Anstatt nun Datentypen und Operationen für alle denkbaren Geo-Bereiche in ihrer endgültigen Ausprägung in das GEOTOOLKIT zu integrieren, um auf diesem Wege für einen ausreichenden Umfang an Funktionalität zu sorgen, nutzte man konsequent die Möglichkeiten des Toolkit-Entwurfes und beschränkte sich auf die Implementierung der grundlegenden geometrischen Primitive, welche innerhalb eines speziellen Anwendungsgebietes mit den anfallenden Attributen versehen und so zur Modellierung der jeweiligen Datenbestände verwendet werden können.



Stefan Hecht
Thu Aug 26 14:06:24 MET DST 1999