Es soll nun einerseits die paarweise Verschiedenheit der zuvor definierten topologischen Beziehungen gezeigt werden, d.h. daß also keine zwei verschiedenen Beziehungen dieselbe Lage charakterisieren können. Andereseits wird jede topologische Situation ausgeschlossen, die nicht von der CBM erfaßt wird, so daß die Vollständigkeit dieses Repräsentationsmodells bewiesen werden kann (vgl. [CFvO93]).
Beweis. Zum Beweis dieses Satzes entwickeln wir den
Entscheidungsbaum topologischer Beziehungen und zeigen,
daß jeder mögliche Pfad in diesem Baum einem Element aus
entspricht.
1cm
Abb.
: Entscheidungsbaum topologischer
Beziehungen
Jeder innere Knoten in diesem Entscheidungsbaum (Abb.
)
stellt ein boolesches Prädikat dar, welches mit einer bestimmten
topologischen Lage wahr wird und demnach der linke Ast
im Baum zu verfolgen ist; hat das Prädikat hingegen den Wert
falsch ist rechts zu verzweigen. Dies ist solange zu
wiederholen, bis ein Blatt des Baumes erreicht wird. Blätter
im Entscheidungsbaum topologischer Beziehungen entsprechen
den 5 Grundbeziehungen
der CBM, welche zu den topologischen
Situationen gehören, die auf dem Weg von der Wurzel zum
Blatt entwickelt wurden. Die beiden Aussagen von Satz
3.1 sollen nun anhand dieses Baumes bewiesen
werden:
Wir haben also ein Repräsentationsmodell für topologische Beziehungen vorgestellt, das nur 5 verschiedene topologische Situationen unterscheidet. Welche Ausdruckskraft mit dieser CBM verbunden ist, wird nun im Vergleich zur 9IM und DEM diskutiert.