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Definition der Beziehungen und Operatoren

 

Bevor die Definitionen der 5 topologischen Beziehungen angegeben werden können, muß zuerst der zugrundeliegende Kalkül Erwähnung finden. Es soll im folgenden formalisiert werden, was man sich unter einem Object-Calculus Fakt vorzustellen hat:

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Zwischen solchen Fakten sind Verknüpfungen mittels tex2html_wrap_inline5147 und tex2html_wrap_inline5149 ebenso erlaubt, wie die Anwendung des Randoperatorsgif innerhalb eines Faktes auf ein oder beide Objekte. Auf diese Art und Weise sind Aussagen über die topologische Beziehung zwischen zwei Objekten möglich, die sich zum einen auf die Lage der Objekte selbst und anderseits auf die relative Lage ihrer Ränder bezieht. Diese Tatsache macht eine Beschränkung auf nur 5 topologische Beziehungen erst möglich.

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Mit Ausnahme der in-Beziehung sind alle soeben definierten topologischen Beziehungen der CBM symmetrisch, d.h. für jede Beziehung tex2html_wrap_inline5153 gilt jeweils tex2html_wrap_inline5155 tex2html_wrap_inline5157 , während für die topologische Beziehung in die Eigenschaften der Antisymmetrie ( tex2html_wrap_inline5159 tex2html_wrap_inline5161 ) und der Transitivität ( tex2html_wrap_inline5163 tex2html_wrap_inline5149 tex2html_wrap_inline5167 tex2html_wrap_inline5169 ) erfüllt sind.

Die topologischen Beziehungen disjoint und touch haben die gleiche Bedeutung wie ihre Analoga disjoint und meet in den zuvor beschriebenen Modellen. Im Gegensatz dazu enthält die in-Beziehung hier nicht nur alle inside-Fälle, sondern auch diejenigen, welche bisher in die Kategorie covered_by fielen. Die zu einem in symmetrische Beziehung contains wurde zudem auch nicht zusätzlichen modelliert, da eine einfache Vertauschung der Parameter dieselbe Wirkung hat. Die Modellierung einer equal-Lage ist ebenfalls unnötig, da diese innerhalb der CBM durch tex2html_wrap_inline5163 tex2html_wrap_inline5149 tex2html_wrap_inline5175 erfaßt werden kann.

Einer Differenzierung unterlag allerdings die topologische Beziehung overlap aus den Modellen 4IM/9IM und DEM. In der CBM wird nun die Dimension der Überlappung mit den Dimensionen der beiden beteiligten Objekte verglichen und ihrer relativen Lage entsprechend als cross oder overlap klassifiziert. Auf diesem Wege wird der Zugang zur Erfassung der Dimension erreicht, wodurch z.B. auch (mit Hilfe der Randoperatoren aus 3.16) verschieden-dimensionale Berührstellen unterschieden werden könnengif.

Die Calculus Based Method führt demnach zu dem folgenden fünfelementigen Repräsentationsmodell für topologische Beziehungen (vgl. Abb. 3.5):

  figure2926

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Die CBM ist jedoch mit diesen 5 Beziehungen noch nicht vollständig charakterisiert, da für die Ausschöpfung der gesamten Ausdruckskraft dieses Modells zusätzlich Randoperatoren nötig sind. Die Funktionalität von solchen Randoperatoren liegt zwar auf der Hand (Bestimmung des Randes von gegebenen Objekten) - wie diese Ränder aber genau aussehen, soll im weiteren definiert werden.

  definition1038

Mit den vorgestellten 5 topologischen Beziehungen ist es nun - unter eventueller Zuhilfenahme der Randoperatoren - innerhalb der CBM möglich, alle relativen Lagen zweier räumlicher Objekte zu unterscheiden. Diese Vollständigkeit des tex2html_wrap_inline5211 soll im nächsten Abschnitt bewiesen werden.


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Stefan Hecht
Thu Aug 26 14:06:24 MET DST 1999