Mit der soeben vorgestellten DEM können nun z.B. alle topologischen Beziehungen aus Abb. 3.4 voneinander unterschieden werden. Während diese drei Konfigurationen von der 4IM alle gleichermaßen als meet bewertet wurden, sieht die DEM hier beispielsweise Bezeichnungen wie 0-meet, 1-meet und 2-meet vor, wobei die vorangestellte Zahl auf die Dimension der Berührung hindeutet.
Auch für die im Rahmen der 4IM vorgestellten topologischen Beziehungen covers und covered_by ist die zusätzliche Differenzierungsmöglichkeit in der Dimension der Berührstelle gegeben. Hierbei bieten sich in Analogie zur Bezeichnung des dimensionsbehafteten d-meet Varianten an, welche sich an d-covers und d-covered_by orientieren.
Durch die Erfassung der Dimensionen in den 4 zu untersuchenden Durchschnitten der Ränder und Inneren der betrachteten Objekte, wird die unzureichende Modellierung des Raumes (in der 4IM bzgl. von Null verschiedenen Codimensionen) jedoch nur ansatzweise behoben. Eine gänzliche Beseitigung dieses Problemes, wie es die 9-Intersection-Methode erreichte, kann aber durch die DEM nicht realisiert werden.
Der nächste Schritt vollzieht sich demnach also mit einer
Kombination der Konzepte aus DEM und 9IM zu einem
Repräsentationsmodell topologischer Beziehungen, welches sowohl
die Dimensionen der Objekte in Bezug auf den zugrundeliegenden
Raum, als auch die Dimensionen der betrachteten 9 Schnitte
erfaßt. Ein solches Modell wird im allgemeinen als DE+9IM
bezeichnet (vgl. [CF95]) und stellt die vorliegende
topologische Beziehung von zwei Objekten
und
mithilfe der Matrix
dar:
Im abschließenden Abschnitt 3.4 dieses Kapitels wird nun mit der Calculus Based Method (CBM) ein Modell zur Repräsentation topologischer Beziehungen vorgestellt, das eine zur DE+9IM vergleichbare Ausdruckskraft hat, aber aus nur 5 Beziehungen besteht, welche jedoch auch auf Ränder angewendet und kombiniert werden können.