Das Modell EGENHOFERS beruht darauf, die zu
untersuchenden Objekte in deren Rand und Inneres
aufzuteilen und jeden Teil des einen mit jedem des anderen Objektes
zu verschneiden. Die so resultierenden 4 Schnitte werden dann
zwischen leer und nicht-leer unterschieden und charakterisieren
somit vollständig die vorliegende topologische Beziehung.
Die Durchschnitte zwischen den Objekten
und
bestehen im einzelnen aus:
Um in den n-dimensionalen Raum
eingebettete n-dimensionale Objekte auf ihre topologische Lage hin
zu untersuchen, reichen die Konzepte Rand und Inneres
aus (vgl. Abschnitt 3.2). Vernachlässigt man - wie in
diesem Modell - die Dimension der Schnittmengen, so muß man hier
lediglich die Unterscheidung nach leerem oder nicht-leerem Schnitt (
) vornehmen, um die jeweilige Beziehung anhand der
zu klassifizieren. Demzufolge gibt es
verschiedene Ausprägungen von
, woraus sich die
Möglichkeit ergibt, auch 16 topologische Fälle zu unterscheiden.
Die Eigenschaft des Zusammenhangs der betrachteten Objekte,
legt jedoch bestimmte Implikationen fest, die zwischen den
Schnittmengen existieren. Diese verbieten das Auftreten einiger
Fälle, da es beispielsweise nicht vorkommen kann, daß
und
leer sind, wenn schon
ein nicht-leerer Schnitt der beiden Inneren festgestellt wurde.
Welche Fälle in Bezug auf die jeweilige Dimension des Raumes möglich
sind, wird im nächsten Abschnitt diskutiert und Definitionen dieser
topologischen Beziehungen im Rahmen des vorgestellten Formalismus
angegeben. Dabei ist eine intuitive räumliche Interpretation
wünschenswert - sie kommt jedoch nicht zwangsläufig mit den
Definitionen einher. Andere
(systematischere) Notationen als in 3.1.2
wären ebenfalls geeignet, topologische
Beziehungen zu klassifizieren (z.B.
- im Rahmen
einer einfachen Nummerierung der 16 Fälle). Die
gewählten Notationen sind also rein willkürlich, dienen jedoch dazu,
das Verständnis der abstrakten Definitionen zu verbessern.