Next: Formalismus
Up: Repräsentationsmodelle topologischer Beziehungen
Previous: Repräsentationsmodelle topologischer Beziehungen
Hier soll nun der erste Vorschlag der Definition topologischer
Beziehungen betrachtet werden, wie ihn EGENHOFER 1989
in dem Artikel [Ege89] vorstellte. Dies war der erste
formale Ansatz, topologische Beziehungen zu klassifizieren, wovon
man sich folgende Vorteile verspricht:
- Der Formalismus soll dazu beitragen, topologische Beziehungen
zu identifizieren und so redundante oder gegensätzliche
Beschreibungen von topologischen Lagen zu vermeiden.
- Formale Methoden können angewendet werden, um schließlich
die Beziehung zwischen zwei Objekten zu bestimmen.
Die dafür verwendeten Algorithmen können sehr exakt
spezifiziert und auf ein mathematisches
Grundgerüst gestellt werden.
- Anhand der Formalisierung ist es möglich, die vorgestellte
Menge topologischer Beziehungen auf ihre Vollständigkeit
zu überprüfen.
- Die Grundbeziehungen können verknüpft und insbesondere dazu
verwendet werden, komplexere Situationen darzustellen.
Die Motivation für ein formales Repräsentationsmodell topologischer
Beziehungen ist also gegeben. Die Schwierigkeit liegt nur darin, ein
Modell zu finden, dessen enthaltene Beziehungen einerseits alle
möglichen topologischen Fälle abdecken, andererseits aber auch
paarweise verschieden sind und somit einer bestimmten Konfiguration
der beteiligten Objekte nicht zwei unterschiedliche topologische
Beziehungen zuweisen.
Stefan Hecht
Thu Aug 26 14:06:24 MET DST 1999